Neue Zuckersteuer 2027: So teuer werden Cola & Co.
Cola, Eistee und sogar Zero-Getränke könnten durch die neue Zuckersteuer spürbar teurer werden. Je nach Zuckergehalt sind unterschiedliche Aufschläge geplant. Wir zeigen dir, was aktuell diskutiert wird, welche Getränke betroffen sein könnten und wie viel du künftig mehr bezahlen müsstest.
TL;DR: Die geplante Zuckersteuer könnte deinen nächsten Getränkeeinkauf deutlich verteuern. Nach einem aktuell diskutierten Modell des Bundesfinanzministeriums sollen je nach Zuckergehalt 26, 32 oder 38 Cent Steuer pro Liter anfallen – zusätzlich wirkt sich die Mehrwertsteuer auf den Endpreis aus. Eine Literflasche klassische Cola könnte dadurch rechnerisch rund 45 Cent mehr kosten, eine 1,5-Liter-Flasche sogar etwa 68 Cent. Überraschend: Nach den derzeit bekannt gewordenen Überlegungen könnten sogar Zero-Getränke mit Süßstoffen besteuert werden. Wichtig ist allerdings: Die konkreten Steuersätze sind bislang noch nicht endgültig gesetzlich beschlossen. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
- Was bei der neuen Zuckersteuer geplant ist
- So viel könnten Cola, Fanta und Eistee teurer werden
- Warum sogar Cola Zero betroffen sein könnte
- Welche Getränke die Steuer treffen könnte
- Wann die Zuckersteuer kommen soll
- Was sich die Bundesregierung davon verspricht
- Was die Zuckersteuer für deinen Alltag bedeutet
- Die wichtigsten Fragen zur Zuckersteuer
Neue Zuckersteuer 🍹: Was jetzt konkret geplant ist
Cola, Limonade oder der Eistee für unterwegs könnten schon bald spürbar mehr kosten. Die Bundesregierung arbeitet an einer Steuer auf bestimmte Getränke. Während zunächst vor allem von stark zuckerhaltigen Softdrinks die Rede war, gehen die aktuell bekannt gewordenen Überlegungen deutlich weiter.
Nach einem am 25. August 2026 bekannt gewordenen Konzept aus dem Bundesfinanzministerium soll die Höhe der Steuer nach dem Zuckergehalt gestaffelt werden. Demnach stehen derzeit folgende Sätze im Raum:
| Zuckergehalt | Diskutierte Steuer | Aufschlag inkl. 19 % MwSt. bei voller Weitergabe |
|---|---|---|
| 4,5 bis 7 g Zucker je 100 ml | 26 Cent pro Liter | ca. 31 Cent pro Liter |
| mehr als 7 bis 10 g je 100 ml | 32 Cent pro Liter | ca. 38 Cent pro Liter |
| mehr als 10 g je 100 ml | 38 Cent pro Liter | ca. 45 Cent pro Liter |
| Getränke ausschließlich mit Süßstoffen | 26 Cent pro Liter | ca. 31 Cent pro Liter |
⚠️ Wichtig: Diese Steuersätze stammen aus einem aktuell medial berichteten Konzept des Bundesfinanzministeriums. Sie stehen noch nicht in einem endgültig verabschiedeten Gesetz. Die konkrete Ausgestaltung kann sich deshalb im weiteren Gesetzgebungsverfahren noch ändern. Offiziell beschlossen ist bislang die politische Absicht, eine Zuckergetränkesteuer einzuführen. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
So viel könnten Cola und Co. wirklich teurer werden 💶
26 oder 38 Cent pro Liter klingt auf den ersten Blick vielleicht überschaubar. An der Supermarktkasse kann der Unterschied jedoch deutlich auffallen – insbesondere bei günstigen Getränken und größeren Flaschen.
Der Grund: Wird die Steuer vollständig an Kundinnen und Kunden weitergegeben, kommt auf den höheren Nettopreis zusätzlich die Mehrwertsteuer.
| Beispiel | Zuckergehalt | Rechnerischer Aufschlag | Beispiel für möglichen Preis |
|---|---|---|---|
| Coca-Cola, 1 Liter | ca. 10,6 g/100 ml | ca. 45 Cent | 1,23 € → ca. 1,68 € |
| Fanta Orange, 1 Liter | ca. 9,1 g/100 ml | ca. 38 Cent | 1,33 € → ca. 1,71 € |
| Eistee, 2 Liter | ca. 6,7 g/100 ml | ca. 62 Cent | 2,10 € → ca. 2,72 € |
| Cola Zero, 1 Liter | mit Süßstoffen | ca. 31 Cent | 1,12 € → ca. 1,43 € |
Die Beispiele basieren auf den derzeit diskutierten Steuersätzen und den in der aktuellen Berichterstattung verwendeten Vergleichspreisen. Je nach Händler, Marke, Packungsgröße und Angebot kann dein tatsächlicher Einkaufspreis natürlich deutlich davon abweichen. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
Eine 1,5-Liter-Cola könnte rund 68 Cent mehr kosten
Bei größeren Flaschen wird der Effekt besonders deutlich. Enthält eine klassische Cola mehr als zehn Gramm Zucker pro 100 Milliliter, wären nach dem derzeit diskutierten Modell 38 Cent Steuer je Liter fällig.
Für eine 1,5-Liter-Flasche ergibt das zunächst 57 Cent Zuckersteuer. Wird diese komplett auf den Preis aufgeschlagen und die zusätzliche Mehrwertsteuer berücksichtigt, liegt die rechnerische Mehrbelastung bei ungefähr 68 Cent pro Flasche.
Bei sechs 1,5-Liter-Flaschen wären das bereits rund 4,07 Euro zusätzlich.
🧾 Gut zu wissen: Ein Preisaufschlag in dieser Höhe ist kein garantierter zukünftiger Verkaufspreis. Hersteller und Händler können die Steuer vollständig, teilweise oder theoretisch auch gar nicht weitergeben. Außerdem könnten Hersteller ihre Rezepturen verändern, um in eine niedrigere Steuerstufe zu fallen.

Auch Cola Zero soll teurer werden – warum eigentlich? 🥤
Eine der überraschendsten Neuerungen betrifft Getränke, die überhaupt keinen klassischen Zucker enthalten.
Nach dem aktuell berichteten Modell sollen Getränke, die mit Süßstoffen gesüßt werden, ebenfalls mit 26 Cent pro Liter besteuert werden. Damit könnten beispielsweise Cola Zero, Cola Light, Sprite Zero oder Fanta Zero betroffen sein.
Bei vollständiger Weitergabe inklusive Mehrwertsteuer wären das etwa 31 Cent zusätzlich pro Liter. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
Das unterscheidet die derzeit diskutierten Pläne deutlich vom ursprünglichen Vorschlag der FinanzKommission Gesundheit. Diese hatte eine zweistufige Herstellerabgabe vorgeschlagen, bei der Getränke unter fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter steuerfrei geblieben wären. Getränke mit künstlichen Süßstoffen sollten nach diesem früheren Modell ausdrücklich nicht besteuert werden. :contentReference[oaicite:4]{index=4}
Warum das Finanzministerium nun auch Süßstoffgetränke einbeziehen könnte, ist bislang nicht abschließend öffentlich erläutert worden. Deshalb sollte die geplante Regelung nicht vorschnell als endgültig betrachtet werden.
Diese Getränke könnten von der Zuckersteuer betroffen sein 🛒
Der Begriff „Zuckersteuer“ greift nach den aktuellen Überlegungen möglicherweise sogar zu kurz. Denn die Steuer könnte nicht nur klassische Cola und Limonade treffen.
Medien berichten unter Berufung auf das Papier des Bundesfinanzministeriums unter anderem über folgende Produktgruppen:
- 🥤 Cola und klassische Limonaden
- 🍹 Eistees
- ⚡ Energy-Drinks
- ☕ trinkfertige Kaffeegetränke
- 🥛 bestimmte Milch- und Milchmischgetränke
- 🌾 bestimmte Pflanzendrinks
- 🍊 bestimmte Säfte und Fruchtgetränke
- 🍺 bestimmte Biermischgetränke
- 🥤 Zero- und Light-Getränke mit Süßstoffen
Welche Produktgruppen am Ende tatsächlich steuerpflichtig werden und welche Ausnahmen gelten, wird erst der endgültige Gesetzentwurf zuverlässig zeigen. :contentReference[oaicite:5]{index=5}
Wenn du bei Lebensmitteln generell genauer auf Zutaten und Nährwerte schauen möchtest, findest du bei herLifestyle außerdem unseren realistischen Check zu Haferflocken sowie Tipps für selbstgemachte Salatdressings ohne unnötige Zuckerfallen.
Wann kommt die Zuckersteuer nach Deutschland? 📅
Hier hat sich der Zeitplan innerhalb weniger Monate mehrfach verändert.
Im April 2026 hatte die Bundesregierung zunächst angekündigt, eine Zuckerabgabe einzuführen. In späteren Regierungsinformationen war von einer Einführung ab 2028 die Rede. Die FinanzKommission Gesundheit empfahl dabei eine Übergangszeit, damit Getränkehersteller ihre Rezepturen anpassen können. :contentReference[oaicite:6]{index=6}
Im Juli änderte sich die politische Planung erneut: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil erklärte, dass anstelle einer Abgabe nun eine Steuer vorbereitet werde und diese möglichst bereits 2027 eingeführt werden solle. Ein konkreter Starttermin steht aber noch nicht endgültig fest. :contentReference[oaicite:7]{index=7}
📌 Stand 25. August 2026: Die Einführung einer Zuckergetränkesteuer ist politisch vorgesehen. Dass exakt die derzeit diskutierten Sätze von 26, 32 und 38 Cent gelten werden und welche Getränke genau betroffen sind, ist hingegen noch nicht endgültig beschlossen.
Warum will die Politik eine Zuckersteuer? 🔍
Die Idee hinter einer gestaffelten Steuer ist nicht nur, zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Sie soll Herstellern einen finanziellen Anreiz geben, den Zuckergehalt ihrer Getränke zu reduzieren.
Als Vorbild wird häufig Großbritannien genannt. Dort wurde 2018 die sogenannte Soft Drinks Industry Levy eingeführt. Laut FinanzKommission Gesundheit sank der durchschnittliche absatzgewichtete Zuckergehalt der betroffenen Softdrinks anschließend deutlich; die Kommission verweist auf wissenschaftliche Untersuchungen, nach denen er sich um rund 31 Prozent reduzierte. Gleichzeitig sank der Anteil besonders zuckerreicher Getränke erheblich. :contentReference[oaicite:8]{index=8}
Das Prinzip dahinter: Für einen Hersteller kann es wirtschaftlich interessanter sein, beispielsweise von 8,5 auf weniger als 8 Gramm Zucker zu reduzieren, als dauerhaft eine höhere Steuerstufe zu bezahlen.
Genau deshalb muss eine Zuckersteuer nicht automatisch bedeuten, dass jedes betroffene Getränk dauerhaft entsprechend teurer wird.
Kritik gibt es trotzdem
Die Lebensmittel- und Getränkewirtschaft sieht die Pläne kritischer. Branchenverbände warnen unter anderem vor zusätzlicher Bürokratie, höheren Verbraucherpreisen und einer zu kurzen Vorbereitungszeit. Außerdem wird argumentiert, Übergewicht habe viele unterschiedliche Ursachen und könne nicht auf einzelne Lebensmittel oder Getränke reduziert werden. :contentReference[oaicite:9]{index=9}
Damit stehen sich zwei grundlegende Argumente gegenüber: Befürworter hoffen auf weniger Zucker in Produkten und einen veränderten Konsum, Kritiker befürchten vor allem zusätzliche Kosten und bezweifeln, dass eine Getränkesteuer allein einen großen gesundheitlichen Effekt erzielen kann.

Was bedeutet die Zuckersteuer für deinen Alltag? 💡
Falls das derzeit diskutierte Modell tatsächlich kommt und die Steuer vollständig weitergegeben wird, würdest du sie vor allem bei regelmäßig gekauften Getränken merken.
Ein einzelner Aufschlag von 30 oder 40 Cent wirkt überschaubar. Über ein Jahr kann daraus jedoch eine durchaus relevante Summe werden.
Ein einfaches Beispiel: Kaufst du jede Woche drei 1,5-Liter-Flaschen einer stark zuckerhaltigen Cola und läge der zusätzliche Endpreis bei ungefähr 68 Cent je Flasche, wären das rechnerisch mehr als 100 Euro Mehrkosten im Jahr.
Gerade solche kleinen regelmäßigen Ausgaben werden im Alltag häufig unterschätzt. Wie schnell sich einzelne Beträge summieren, erklären wir auch in unserem Artikel über Lifestyle Inflation und schleichend steigende Alltagskosten.
So kannst du reagieren, ohne auf Genuss zu verzichten
- Preise pro Liter vergleichen: Die Packungsgröße kann den tatsächlichen Preisunterschied stark beeinflussen.
- Nährwerttabelle checken: Die relevante Angabe steht bei „davon Zucker“ je 100 Milliliter.
- Angebote bewusst nutzen: Gerade Markengetränke werden häufig stark rabattiert.
- Wasser abwechslungsreicher machen: Minze, Zitrone, Gurke oder Beeren bringen Geschmack ohne klassische Limonade.
- Gewohnheiten überprüfen: Nicht jedes Getränk muss automatisch ersetzt werden – manchmal reicht es schon, weniger davon einzukaufen.
Bei heißen Temperaturen ist übrigens nicht automatisch ein süßes Sportgetränk notwendig. Wann Wasser genügt und wann Mineralstoffe relevant werden können, erklären wir in unserem Ratgeber Elektrolyte bei Hitze: Wann Wasser allein nicht mehr reicht.
Wenn steigende Lebensmittelpreise dein Budget zunehmend beschäftigen, kann außerdem ein klarer Überblick über Einnahmen und Ausgaben helfen. Unser Guide Entspannter mit Geld umgehen zeigt dir einfache Schritte für den Alltag.
FAQ zur neuen Zuckersteuer ❓
Ist die Zuckersteuer bereits beschlossen?
Die Bundesregierung hat die Einführung einer Zuckergetränkesteuer politisch vorgesehen. Die aktuell diskutierten konkreten Steuersätze und die genaue Liste der betroffenen Getränke sind jedoch noch nicht endgültig gesetzlich festgeschrieben. :contentReference[oaicite:10]{index=10}
Wie hoch könnte die Zuckersteuer werden?
Nach dem derzeit berichteten BMF-Modell könnten 26 Cent je Liter bei 4,5 bis 7 Gramm Zucker pro 100 Milliliter, 32 Cent bei mehr als 7 bis 10 Gramm und 38 Cent bei mehr als 10 Gramm fällig werden. Für ausschließlich mit Süßstoffen gesüßte Getränke stehen ebenfalls 26 Cent je Liter im Raum. :contentReference[oaicite:11]{index=11}
Wie viel teurer könnte eine Flasche Coca-Cola werden?
Eine klassische Coca-Cola mit rund 10,6 Gramm Zucker je 100 Milliliter würde nach dem diskutierten Modell in die höchste Steuerstufe fallen. Bei einem Liter wären das 38 Cent Steuer beziehungsweise inklusive zusätzlicher Mehrwertsteuer rechnerisch rund 45 Cent mehr, sofern der Betrag vollständig weitergegeben wird. :contentReference[oaicite:12]{index=12}
Wird Cola Zero ebenfalls teurer?
Nach dem aktuell berichteten Konzept ja. Für ausschließlich mit Süßstoffen gesüßte Getränke sollen 26 Cent je Liter fällig werden. Inklusive Mehrwertsteuer entspräche das bei vollständiger Weitergabe einem zusätzlichen Endpreis von rund 31 Cent je Liter. Noch ist diese Regelung aber nicht endgültig beschlossen. :contentReference[oaicite:13]{index=13}
Wann soll die Zuckersteuer starten?
Zwischenzeitlich war 2028 vorgesehen. Inzwischen wird eine Einführung bereits 2027 angestrebt. Wann genau die Steuer in Kraft tritt, hängt vom weiteren Gesetzgebungsverfahren ab. :contentReference[oaicite:14]{index=14}
Müssen Händler die Steuer komplett auf den Verkaufspreis aufschlagen?
Nein. Wie stark die Steuer am Ende bei dir ankommt, hängt davon ab, wie Hersteller und Händler damit umgehen. Sie könnten die Belastung vollständig oder teilweise weitergeben. Ebenso könnten Hersteller Rezepturen verändern, um niedrigere Steuerstufen zu erreichen.
Fazit: Aus der Zuckersteuer könnte eine echte Getränkesteuer werden 🥤
Die neue Zuckersteuer könnte deutlich mehr Produkte treffen als ursprünglich erwartet. Besonders auffällig ist, dass nach den aktuell bekannt gewordenen Plänen neben klassischer Cola, Limonade und Eistee möglicherweise auch Milchgetränke, Fertigkaffee, Säfte und sogar zuckerfreie Zero-Produkte erfasst werden.
Für deinen Geldbeutel wären die Unterschiede durchaus spürbar: Eine Literflasche stark gezuckerter Cola könnte bei vollständiger Weitergabe der Steuer rund 45 Cent mehr kosten, bei 1,5 Litern wären es etwa 68 Cent.
Entscheidend bleibt jedoch das Gesetzgebungsverfahren. Die derzeit diskutierten Steuersätze sind noch nicht endgültig beschlossen. Ebenso offen ist, ob Hersteller die zusätzlichen Kosten vollständig weitergeben oder stattdessen Rezepturen verändern. Für Verbraucherinnen heißt es deshalb vorerst: Die Zuckersteuer kommt politisch näher – wie teuer Cola und Co. tatsächlich werden, entscheidet sich erst mit dem finalen Gesetz.
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