Laubbläser oder Laubsauger: Was lohnt sich für deinen Garten?
Im Herbst wird Laub schnell zur Daueraufgabe – auf Rasen, Wegen und Terrasse. Doch welches Gerät erleichtert die Arbeit wirklich: Laubbläser oder Laubsauger? Wir zeigen dir, worin die Unterschiede liegen, welches Modell zu deinem Garten passt und worauf du beim Kauf achten solltest.
TL;DR: Ob sich ein Laubbläser oder Laubsauger für deinen Garten mehr lohnt, hängt vor allem von Fläche, Laubmenge und Untergrund ab. Ein Laubbläser ist leichter, flexibler und ideal, um Blätter schnell zusammenzutreiben. Ein Laubsauger nimmt dir zusätzlich das Einsammeln ab und kann Laub bei Modellen mit Häckselfunktion direkt zerkleinern. Für viele Gärten ist ein Kombigerät besonders praktisch – auf kleinen Flächen reicht dagegen häufig ein kompakter Akku-Laubbläser.
- Laubbläser oder Laubsauger: Der entscheidende Unterschied
- Welches Gerät passt zu deinem Garten?
- Akku oder Kabel: Was ist im Alltag praktischer?
- Diese Laubbläser und Laubsauger sind interessant
- Darauf solltest du beim Kauf wirklich achten
- So entfernst du Laub sinnvoll und effizient
- Diese Ruhezeiten solltest du kennen
- FAQ: Häufige Fragen zu Laubbläsern und Laubsaugern
🍁 Laubbläser oder Laubsauger: Der entscheidende Unterschied
Spätestens wenn der Rasen morgens kaum noch unter den Blättern zu erkennen ist und sich auf Terrasse und Gartenwegen die nächsten Laubhaufen bilden, stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Reicht ein Laubbläser – oder ist ein Laubsauger die bessere Investition?
Beide Geräte verfolgen zunächst dasselbe Ziel: Sie sollen dir die herbstliche Gartenarbeit erleichtern. Die Arbeitsweise unterscheidet sich jedoch deutlich.
Ein Laubbläser erzeugt einen starken Luftstrom. Damit kannst du Blätter von Rasen, Terrasse, Einfahrt oder Wegen gezielt an einer Stelle zusammentreiben. Anschließend musst du den Haufen noch aufnehmen, beispielsweise mit Rechen, Laubgreifern oder Gartensack.
Ein Laubsauger arbeitet umgekehrt. Er zieht das Laub über ein Saugrohr ein und sammelt es in einem Fangsack. Viele Geräte besitzen zusätzlich ein Häckselrad, das die Blätter auf dem Weg in den Sack zerkleinert.
Und dann gibt es noch die besonders interessante dritte Kategorie: Kombigeräte, die blasen, saugen und teilweise zusätzlich häckseln können. Genau diese Modelle sind für viele klassische Hausgärten attraktiv, weil du nicht schon beim Kauf entscheiden musst, welche Funktion du später häufiger brauchst.
💡 Die einfache Entscheidungshilfe: Möchtest du Laub hauptsächlich schnell von Wegen und Rasenflächen zusammentreiben, reicht meist ein Laubbläser. Willst du das Laub gleichzeitig aufnehmen und das Volumen reduzieren, ist ein Laubsauger beziehungsweise ein 3-in-1-Gerät praktischer.
Gerade beim Rasen lohnt sich regelmäßiges Entfernen größerer, geschlossener Laubschichten. Wie du eine strapazierte Grünfläche zusätzlich auf die kalte Jahreszeit vorbereitest, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Rasen nach dem Sommer regenerieren.
🌿 Welches Gerät passt zu deinem Garten?
Die wichtigste Kaufentscheidung fällt nicht beim Vergleich von Wattzahlen oder Luftgeschwindigkeiten. Viel wichtiger ist die Frage, wie dein Garten tatsächlich aussieht.
Kleiner Garten, Terrasse oder kurze Wege
Für kleine bis mittelgroße Flächen ist ein kompakter Akku-Laubbläser häufig die angenehmste Lösung. Er ist schnell einsatzbereit, benötigt kein Stromkabel und lässt sich vergleichsweise leicht durch den Garten tragen.
Du pustest das Laub beispielsweise von der Terrasse auf eine freie Stelle, sammelst es dort ein und bist fertig. Für ein paar Blätter rund um Hauseingang, Carport und Gartenmöbel wäre ein schweres Sauggerät häufig unnötig.
Viele Bäume und große Laubmengen
Stehen mehrere größere Laubbäume auf oder direkt neben deinem Grundstück, sieht die Sache anders aus. Hier können innerhalb weniger Tage enorme Mengen zusammenkommen.
Ein Laubsauger mit großem Fangsack und Häckselfunktion kann dann viel Arbeit sparen. Das zerkleinerte Material benötigt weniger Platz, sodass du den Fangsack seltener leeren musst.
Großer Garten mit unterschiedlichen Bereichen
Für Rasen, Terrasse, Einfahrt, Wege und Beete ist ein Kombigerät besonders flexibel. Zuerst bläst du das Laub aus Ecken und von schwer erreichbaren Stellen zusammen. Anschließend wechselst du in den Saugmodus und nimmst den Haufen auf.
| Situation | Meist sinnvoll | Warum? |
|---|---|---|
| Kleine Terrasse oder kleiner Garten | Akku-Laubbläser | Leicht, schnell einsatzbereit und flexibel |
| Viele Bäume und große Laubmengen | Laubsauger mit Häcksler | Laub wird aufgenommen und gleichzeitig verdichtet |
| Großer Garten mit mehreren Flächen | 3-in-1-Kombigerät | Blasen, Saugen und teilweise Häckseln mit einem Gerät |
| Große zusammenhängende Fläche mit Steckdose | Kabelgebundenes Gerät | Keine begrenzte Akkulaufzeit |
| Viele verwinkelte Bereiche | Akku-Laubbläser | Kein Kabel, das um Pflanzen oder Gartenmöbel geführt werden muss |
Wenn du deinen Garten ohnehin gerade für Herbst und Winter vorbereitest, lohnt sich auch ein Blick auf unseren Guide Unkraut im Herbst entfernen: So werden Garten, Rasen und Terrasse winterfit.

🔋 Akku oder Kabel: Was ist im Alltag praktischer?
Neben der Entscheidung zwischen Blasen und Saugen ist die Energieversorgung einer der wichtigsten Punkte beim Kauf.
Akku: maximale Bewegungsfreiheit
Akku-Laubbläser spielen ihre größte Stärke in verwinkelten Gärten aus. Du kannst zwischen Beeten, Gartenmöbeln, Bäumen und Nebengebäuden arbeiten, ohne ständig auf ein Verlängerungskabel achten zu müssen.
Besonders attraktiv wird ein Akkugerät, wenn du bereits Geräte desselben Akkusystems besitzt. Dann kannst du vorhandene Akkus teilweise auch für weitere Gartenwerkzeuge verwenden.
Der Nachteil: Die Betriebsdauer ist begrenzt. Bei großen Grundstücken solltest du deshalb darauf achten, wie lange ein Akku unter realistischen Bedingungen durchhält und ob ein Ersatzakku vorhanden ist.
Kabel: ausdauernd und oft leistungsstark
Elektro-Laubsauger mit Kabel können dagegen so lange laufen, wie du sie benötigst. Gerade leistungsstarke Saug- und Häckselgeräte setzen deshalb weiterhin häufig auf einen Netzanschluss.
Auf einer offenen Rasenfläche ist das meist unproblematisch. Zwischen Bäumen, Kübeln, Gartenmöbeln und Beeten kann das Kabel dagegen schnell lästig werden.
🔌 Praxis-Tipp: Entscheide nicht allein nach der Leistung. Ein etwas schwächeres Gerät, das du unkompliziert nutzen kannst, ist im Alltag häufig wertvoller als ein extrem leistungsstarkes Modell, das wegen Gewicht, Kabel oder aufwendigem Umbau im Geräteschuppen bleibt.
🛠️ Diese Laubbläser und Laubsauger sind interessant
Die folgenden Modelle decken bewusst unterschiedliche Einsatzbereiche ab – vom leichten Akku-Laubbläser bis zum leistungsstarken 3-in-1-Laubsauger. So kannst du gezielt nach der Größe und Struktur deines Gartens auswählen.
Bosch UniversalGardenTidy 2300: flexibles 3-in-1-Gerät
Der Bosch UniversalGardenTidy 2300 ist interessant, wenn du dich nicht zwischen Laubbläser und Laubsauger entscheiden möchtest. Das kabelgebundene Gerät kombiniert Blasen, Saugen und Häckseln.
Der Hersteller gibt eine variable Luftstromgeschwindigkeit von 165 bis 285 km/h, einen 45-Liter-Fangsack und eine Volumenreduzierung des Laubs im Verhältnis 12:1 an. Gerade bei größeren Laubmengen ist das praktisch, weil das Material bereits beim Einsaugen deutlich kompakter wird.
Für einen klassischen Hausgarten, in dem sowohl Rasen als auch Wege und Terrasse gereinigt werden sollen, ist der Bosch UniversalGardenTidy 2300 deshalb eine vielseitige Lösung.
Einhell GE-CL 36/230 Li E-Solo: Saugen und Blasen ohne Kabel
Wer die Funktionen eines Laubsaugers möchte, aber kein Kabel durch den Garten ziehen will, kann sich den Einhell GE-CL 36/230 Li E-Solo ansehen.
Das Gerät gehört zum Power-X-Change-System und benötigt zwei 18-Volt-Akkus. Ein breites Saugrohr und ein schmaleres Blasrohr ermöglichen den Wechsel zwischen beiden Aufgaben. Hinzu kommen ein 45-Liter-Fangsack, regelbare Leistung und ein Turboschalter.
Besonders interessant ist der Einhell GE-CL 36/230 Li E-Solo für Gärten, in denen Bewegungsfreiheit wichtiger ist als unbegrenzte Laufzeit. Beachte bei der Solo-Version, dass Akkus und Ladegerät nicht automatisch zum Lieferumfang gehören.
BLACK+DECKER BEBLV300-QS: wenn viel Laub anfällt
Der BLACK+DECKER BEBLV300-QS richtet sich eher an Nutzerinnen, die regelmäßig größere Laubmengen bewältigen müssen. Das kabelgebundene 3-in-1-Gerät besitzt laut Hersteller 3.000 Watt Leistung und kann blasen, saugen und häckseln.
Eine Besonderheit ist die hohe angegebene Blasgeschwindigkeit von bis zu 404 km/h. Der integrierte Häcksler soll das eingesaugte Laub zusätzlich stark im Volumen reduzieren.
Damit passt der BLACK+DECKER BEBLV300-QS vor allem zu größeren Flächen und Situationen, in denen auch dichteres oder schwerer bewegliches Laub zusammengetragen werden soll.
Einhell GC-EL 3024 E: kabelgebundener Allrounder
Auch der Einhell GC-EL 3024 E kombiniert Blas-, Saug- und Häckselfunktion. Das Gerät arbeitet mit 3.000 Watt und besitzt einen 40-Liter-Fangsack.
Die Leistung lässt sich elektronisch regulieren. Zwei Führungsrollen können beim Arbeiten mit dem Saugrohr entlasten. Laut Hersteller reduziert das Häckselwerk weiches Material wie Laub und Gras ungefähr auf ein Zehntel seines ursprünglichen Volumens.
Wer einen Netzanschluss in Gartennähe hat und möglichst viel Funktion für die typische Herbstreinigung sucht, bekommt mit dem Einhell GC-EL 3024 E eine interessante Alternative zu Akku-Kombigeräten.
Bosch UniversalLeafBlower 18V-130: leicht für kleinere Flächen
Nicht jeder Garten braucht einen Laubsauger. Der Bosch UniversalLeafBlower 18V-130 konzentriert sich bewusst auf die Blasfunktion und ist dadurch deutlich kompakter.
Bosch gibt für das Gerät ein Gewicht von rund 1,6 Kilogramm in der entsprechenden Akku-Konfiguration sowie zwei Geschwindigkeitsstufen an. Die Luftstromgeschwindigkeit liegt laut Hersteller zwischen 185 und 245 km/h.
Damit eignet sich der Bosch UniversalLeafBlower 18V-130 besonders für Terrasse, Hauseingang, kurze Gartenwege sowie kleine bis mittelgroße Flächen, auf denen das Laub anschließend problemlos von Hand aufgenommen werden kann.
Makita DUB184Z: kräftiger Akku-Laubbläser für größere Aufgaben
Der Makita DUB184Z ist ein 18-Volt-Akku-Gebläse für alle, die auf eine Saugfunktion verzichten können, beim Zusammenblasen aber mehr Luftvolumen wünschen.
Makita nennt ein maximales Luftvolumen von 780 m³/h und eine maximale Luftgeschwindigkeit von 52,1 m/s. Die Drehzahl lässt sich stufenlos steuern; außerdem kann der Dauerbetrieb arretiert werden.
Der Makita DUB184Z ist vor allem dann interessant, wenn bereits passende Makita-18V-Akkus vorhanden sind und regelmäßig größere Flächen abgeblasen werden sollen.
Gardena PowerJet 18V P4A: kompakt und gut kontrollierbar
Mit dem Gardena PowerJet 18V P4A bekommst du einen weiteren kompakten Akku-Laubbläser. Die Leistung kann reguliert werden, sodass du nicht überall mit maximalem Luftstrom arbeiten musst.
Das ist besonders praktisch rund um Beete, Kübel und empfindlichere Gartenbereiche. Gardena nennt für die Solo-Version ein Gewicht von etwa 1,8 Kilogramm sowie eine Blasgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h.
Der Gardena PowerJet 18V P4A gehört zum 18V-POWER-FOR-ALL-System und ist daher vor allem interessant, wenn bereits ein passender Akku vorhanden ist.
Ryobi RBV3000CESV: 3-in-1 für hartnäckigere Laubmengen
Der Ryobi RBV3000CESV ist ein kabelgebundener 3.000-Watt-Laubsauger mit Blas-, Saug- und Mulchfunktion.
Ryobi gibt eine variable Gebläsegeschwindigkeit von bis zu 375 km/h und einen 45-Liter-Laubsack an. Besonders interessant ist das Metallmesser des Häckslers, das das Volumen des aufgenommenen Materials reduzieren soll.
Damit ist der Ryobi RBV3000CESV eine Option für größere Laubmengen und Grundstücke, auf denen ein Stromkabel kein entscheidender Nachteil ist.

Die acht Modelle im schnellen Vergleich
| Modell | Antrieb | Funktion | Besonders interessant für |
|---|---|---|---|
| Bosch UniversalGardenTidy 2300 | Kabel | Blasen, Saugen, Häckseln | Vielseitige Hausgärten |
| Einhell GE-CL 36/230 Li E-Solo | 2 x 18-V-Akku | Blasen und Saugen | Flexible Gartenarbeit ohne Kabel |
| BLACK+DECKER BEBLV300-QS | Kabel | Blasen, Saugen, Häckseln | Größere Laubmengen |
| Einhell GC-EL 3024 E | Kabel | Blasen, Saugen, Häckseln | Preisbewusste Allround-Nutzung |
| Bosch UniversalLeafBlower 18V-130 | 18-V-Akku | Blasen | Kleine bis mittlere Flächen |
| Makita DUB184Z | 18-V-Akku | Blasen | Kräftiges kabelloses Zusammenblasen |
| Gardena PowerJet 18V P4A | 18-V-Akku | Blasen | Terrasse, Wege und kleinere Gärten |
| Ryobi RBV3000CESV | Kabel | Blasen, Saugen, Häckseln | Große und anspruchsvollere Laubmengen |
🔎 Darauf solltest du beim Kauf wirklich achten
Hohe Wattzahlen und spektakuläre Angaben zur Luftgeschwindigkeit wirken im ersten Moment überzeugend. Im Alltag entscheiden jedoch mehrere Faktoren darüber, ob du gern mit dem Gerät arbeitest.
1. Gewicht
Ein Unterschied von zwei oder drei Kilogramm klingt auf dem Papier überschaubar. Nach 20 oder 30 Minuten Gartenarbeit sieht das anders aus. Besonders Laubsauger mit gefülltem Fangsack können deutlich schwerer werden.
2. Regelbare Leistung
Vollgas ist nicht überall sinnvoll. Auf einer offenen Einfahrt darf der Luftstrom kräftig sein. Direkt neben Mulch, Kies, Pflanzkübeln oder empfindlichen Beeten möchtest du dagegen kontrollierter arbeiten.
3. Fangsack
Bei Laubsaugern ist ein ausreichend großer Fangsack praktisch. Sehr große Säcke haben allerdings ebenfalls einen Nachteil: Je mehr hineinpasst, desto mehr Gewicht trägst du.
4. Häckselfunktion
Eine Häckselfunktion kann das Volumen trockener Blätter deutlich reduzieren. Das bedeutet weniger Unterbrechungen und weniger Platzbedarf beim Sammeln.
Bei feuchtem Laub, kleinen Zweigen oder Fremdkörpern solltest du trotzdem vorsichtig arbeiten und immer die Herstellerhinweise beachten.
5. Akku-System
Bei einem Solo-Akkugerät lohnt sich vor dem Kauf ein Blick in den Geräteschuppen. Hast du bereits kompatible Akkus, kann ein weiteres Gerät desselben Systems wirtschaftlich besonders interessant sein.
6. Lautstärke
Auch elektrische und akkubetriebene Laubgeräte sind keineswegs geräuschlos. Eine regelbare Leistung hilft deshalb nicht nur bei empfindlichen Flächen, sondern kann auch das Arbeiten angenehmer machen.
✅ Vor dem Kauf prüfen: Fläche, Laubmenge, Gewicht, Saugfunktion, Häcksler, Fangsack, Akkusystem, Kabellänge beziehungsweise Verlängerungskabel und Geräuschentwicklung sind wichtiger als eine einzelne maximale Leistungsangabe.
Wenn du generell mehr Gartenarbeit automatisieren möchtest, findest du bei herLifestyle außerdem unseren großen Vergleich aktueller Mähroboter 2026.
🐞 So entfernst du Laub sinnvoll und effizient
Der schnellste Garten ist nicht automatisch der beste Garten. Gerade im Herbst darf Laub an manchen Stellen bewusst liegen bleiben.
Auf Rasenflächen solltest du größere geschlossene Laubdecken regelmäßig entfernen, damit die Gräser weiterhin Licht und Luft bekommen. Auch auf Wegen, Treppen und Terrassen kann nasses Laub rutschig werden.
Unter Sträuchern, in geeigneten Beeten oder in bewusst naturnah gehaltenen Gartenecken sieht die Situation anders aus. Dort kann eine Laubschicht Teil des natürlichen Kreislaufs sein und verschiedenen Kleintieren Rückzugsmöglichkeiten bieten.
Deshalb ist es sinnvoll, mit Laubbläser oder Laubsauger gezielt statt flächendeckend durch den gesamten Garten zu arbeiten.
- Entferne zuerst Laub von Wegen, Treppen und stark genutzten Flächen.
- Blase größere Mengen auf dem Rasen zu wenigen übersichtlichen Haufen zusammen.
- Arbeite rund um Beete und Mulchflächen mit reduzierter Leistung.
- Sauge nur dort, wo das Aufnehmen wirklich sinnvoll ist.
- Lass geeignete Rückzugsbereiche im Garten bewusst unberührt.
Und wenn du Balkon und Terrasse ebenfalls herbstlich gestalten möchtest, findest du in unserem Ratgeber zu Balkonpflanzen für Spätsommer und Herbst passende Ideen für die kühlere Jahreszeit.

🔇 Laubbläser und Laubsauger: Diese Ruhezeiten solltest du kennen
Bevor du am frühen Samstagmorgen den Laubbläser startest, lohnt sich ein Blick auf die geltenden Regeln.
Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung erfasst Laubbläser und Laubsammler ausdrücklich. Für den Betrieb solcher Geräte gelten in Wohngebieten besondere zeitliche Einschränkungen. Kommunale Informationen weisen für klassische Laubbläser und Laubsauger beziehungsweise Laubsammler regelmäßig auf die Betriebszeiten werktags von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr hin. An Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb in den erfassten Wohngebieten grundsätzlich nicht vorgesehen.
Es können jedoch Ausnahmen für entsprechend gekennzeichnete lärmarme Geräte oder lokale Sonderregelungen gelten. Zusätzlich können Städte und Gemeinden eigene Vorgaben haben. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, prüfst du deshalb neben der bundesweiten Regelung auch die Informationen deiner Kommune.
⏰ Gut zu wissen: Samstag zählt grundsätzlich als Werktag. Trotzdem solltest du nicht nur die gesetzlichen Zeiten, sondern auch das Verhältnis zur Nachbarschaft im Blick behalten. Zehn Minuten später anzufangen kann manchmal mehr Frieden schaffen als jede Verordnung.
🍂 Fazit: Laubbläser oder Laubsauger – was lohnt sich wirklich?
Für viele kleinere und mittelgroße Gärten ist ein Akku-Laubbläser die unkomplizierteste Lösung. Er ist leicht, schnell zur Hand und reicht völlig aus, wenn du Blätter lediglich von Terrasse, Wegen und Rasen zusammentreiben möchtest.
Ein Laubsauger lohnt sich besonders bei großen Laubmengen. Du sparst dir das manuelle Aufnehmen und kannst das Material bei Geräten mit Häckselfunktion zusätzlich verdichten.
Wenn dein Garten mehrere größere Bereiche umfasst und du maximale Flexibilität möchtest, spricht vieles für ein 3-in-1-Gerät mit Blas-, Saug- und Häckselfunktion.
Entscheidend ist am Ende nicht, welches Gerät auf dem Papier die höchste Leistung hat. Entscheidend ist, welches du in deinem Garten tatsächlich gern benutzt.
❓ FAQ: Häufige Fragen zu Laubbläsern und Laubsaugern
Was ist besser: Laubbläser oder Laubsauger?
Ein Laubbläser ist leichter und schneller, wenn Blätter nur zusammengetragen werden sollen. Ein Laubsauger übernimmt zusätzlich das Einsammeln. Bei großen Laubmengen kann deshalb ein Sauger oder Kombigerät komfortabler sein.
Lohnt sich ein Laubsauger für einen kleinen Garten?
Nicht unbedingt. Bei einer kleinen Rasenfläche, Terrasse und wenigen Bäumen ist ein leichter Akku-Laubbläser oft vollkommen ausreichend. Die zusammengetragenen Blätter lassen sich anschließend schnell per Hand aufnehmen.
Kann ein Laubsauger auch nasses Laub aufnehmen?
Viele leistungsstärkere Geräte können auch feuchtes Laub aufnehmen. Sehr nasses und verklebtes Material belastet das Gerät jedoch stärker und kann Saugrohr oder Häckselmechanismus leichter verstopfen. Etwas angetrocknetes Laub lässt sich meist angenehmer verarbeiten.
Ist ein Akku-Laubbläser stark genug?
Für kleine bis mittelgroße Privatgärten können moderne Akku-Laubbläser ausreichend Leistung bieten. Bei sehr großen Flächen, schwerem nassem Laub oder langen Arbeitszeiten solltest du zusätzlich Luftleistung, Akkukapazität und gegebenenfalls einen Ersatzakku berücksichtigen.
Brauche ich unbedingt eine Häckselfunktion?
Nein. Sie wird besonders dann interessant, wenn du viel Laub aufsaugst. Das zerkleinerte Material benötigt weniger Volumen im Fangsack und lässt sich kompakter sammeln.
Sollte sämtliches Laub aus dem Garten entfernt werden?
Nein. Auf Rasenflächen und rutschgefährdeten Wegen sollte eine dicke Laubschicht entfernt werden. Unter Sträuchern und in geeigneten naturnahen Bereichen kann Laub dagegen bewusst liegen bleiben.
Wann darf ich einen Laubbläser benutzen?
Für Laubbläser und Laubsauger gelten in Wohngebieten besondere Lärmschutzvorgaben. Häufig ist der Betrieb werktags auf 9 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr beschränkt. Kommunale Zusatzregeln und mögliche Ausnahmen solltest du vor Ort prüfen.
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